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viele Märchen und Geschichten fangen mit „Es war einmal“ an und gehören zumeist in die Welt der Phantasie, wo wir sie auch lassen wollen. Ich habe über eine Ereignis zu berichten, welches sich im Oktober des Jahres 2004 zutrug. Die Person über welche ich euch erzählen möchte nennt man: Böhmi. Bürgerlicher Name: Mathias Böhm, Kutscher von Beruf. Herr Böhm ist stolzer Besitzer eines edlen Streitrosses, namens KTM LC 4.

Ach ja, bevor ich es vergesse, ich bin der Herr Rauch und war Beobachter der Geschehnisse von denen ich euch berichten möchte.

Die Handlung trug sich auf dem Gehöft von Herrn Szillat zu, es war ein durchwachsender Tag und die Sonne war gerade im Begriff Ihre wärmenden Strahlen zu Erde zu schicken. Als Herr Böhmhart und ich beschlossen auf dem Gehöft von Herrn Szillat ein wenig rum zu tuckern bzw. zu enduristen.
Der Hof ist mehr oder weniger quadratisch und es befinden sich jeweils an den „Enden“ zwei Scheunen. Wir versuchten ungestüm unsere Kräder über den Hof zu jagen, wobei erwähnt werden muss, dass ich das Krad von Casi Szillat, eine XT 600, fuhr. Nach mehreren Runden großer Genugtuung und Freude über das Erreichte, folgte dass was keiner vorher gedacht hätte, dass es einmal passieren würde:
„Die Sternstunde des Herrn Böhm“.

Wir standen uns diagonal gegenüber, bereit die nächsten Runden anzugehen. Als Herr Böhmhart den Gang einlegte, dachte er sicher nicht der Dinge von denen ich nun erzähle.

Er fuhr los, das Hinterrad rutschte auf den ersten Metern in den Grassnarben hin und her, bis es plötzlich wieder Grip bekam. Durch das unerhoffte Greifen des Hinterrades ermutigt, stellte sich nun das Vorderrad hoch, nein besser es bäumte sich vielmehr auf und Prinz Böhm schoss, einem Falken gleich, auf dem Hinterrad über den Hof.

Für mich tat sich ein neuer großer Held auf, wow....mit welcher Eleganz und Geschwindigkeit er über den Hof fuhr. Das erinnerte mich an Männer, wie Colt Seavers, Juri Gagarin oder Sigmund Jähn – alles stolze Recken der Geschichtsschreibung

Was ich nicht wusste, dass Böhmi zum Teil die Kontrolle über das Krad verloren hatte und es bot sich mir ein Schauspiel sondergleichen. Ohne mit der Wimper zu zucken, schoss Genosse Böhm über den Hof, und in das vor ihm liegende Scheunentor (ca. 3.50 x 2.50, siehe Fotos), welches unter einem großem Knall nachgab und ihn verschlang. Und wie erwähnt, dies alles auf dem Hinterrad.

Ich erschrak und brüllte nur laut nach Heike (bürgl. Name Heiko), der Böhmi , der Böh.....

Doch unserer wackerer Held kroch unverletzt aus den Trümmern des Scheunentores hervor und zeigte uns, dass es ihm gut geht. Was für ein Stunt, unglaublich.......ich , wir , er konnte(n) es gar nicht glauben, was gerade passiert war.

Das Krad bekam nur einige Kratzer ab und war auch kurze Zeit später geborgen. Nur das alte Scheunentor hat es leider nicht so gut überstanden und wart entzwei. Naja, die Hauptsache war ja, dass der Böhmhart überlebt hatte.

Und hier endet nun meine kleine Geschichte vom tapferen Böhmi, den man von heute an nur noch Sir Böhm, welcher das große Scheunentor bezwang, nennt. Und voller Achtung wird sein Name genannt und überall wo er hinkommt zollt man ihm Respekt.....



Hochachtungsvoll


Der Rauchi