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Bardo
und Peter im Tagebau- Mai 2005

Die
altersbedingte Bequemlichkeit ist zumindest soweit fortgeschritten,
dass Anfahrten schon mal mit Anhängern bewältigt werden.
Es
ist schon komfortabel, direkt im Gebiet die Gerätschaften
abzuladen und sofort im Dreck zu verschwinden. Puristen haben mir
schon zu verstehen gegeben,
solcherlei Machenschaften stößen
bei ihnen auf Stirnrunzeln.
Fakt aber ist: so geht es auch! Auf diese
Art kann man das Enduroaustrittsalter als auch den Bereich des
geduldeten Wetters gehörig ausdehnen.

Das Wetter
war indes gut. Am Wochenende um den 1.Mai gab es in der Niederlausitz
Temperaturen bis 30°.
Was mich schon wieder mal an der
Zweckmässigkeit von schwerer Endurokleidung zweifeln lässt.
Trockenpause.
Viel Staub
dieses Mal: Die Menschgemachten Wüsten im südlichen
Brandenburg sind unser Ziel.
Hier haben viele Jahre lang Menschen
unter dem Vorwand der Notwendigkeit Vegtation
entfernt und
erstklassige Sandreviere für Enduristen geschaffen.
Steppe
und
Halbwüste
Die Rote
Armee hat nördlich des Spreewaldes ein riesiges Areal zerfahren
und zerschossen.
Einen Teil davon so stark, dass sich uns auch nach
15 Jahren Ruhe auf ungefähr 10 km² noch
immer der nackte
Sand präsentiert.
Südlich
des Spreewaldes haben andere dann noch tiefer umgegraben und tun es
noch.
Auch die Gebiete der Braunkohletagebaue schwelgen in
Superlativen.
Platz gibt es genug. Für die Landwirtschaft sind
die hinterlassenen Böden wertlos.
Für Erholungssuchende
taugen die Landschaften nicht. Für viele sind sie zerstört.
Glaubt man den Optimisten, sind sie noch nicht fertig. Hier gibt
es
wieder
Raum für Phantasien.
Und es gibt Raum für reichlich
Stollenbewegungen. Wen man sich auch noch so müht
und der Motor
schreit. Man wird nie wirklich etwas bewegen, in der Lausitz.
Da
haben andere zu viel vorgelegt. Aber Spaß
kann man haben.

Sand,
Sand, und ein bisschen Schwung...
Der Motor
kocht. Leider! Abkühlungsversuche durch Meditation.
Hubarbeit
(geneigte Ebene)
Badlands
Alternative
zur Atomkraft
Steppe,
wo
vor 10 Jahren Bagger waren

Hier
bietet sich dem Enduristen Material aus vielen Erdzeitaltern auf
engstem Raum.
Quasi Probepackungen aus dem Tertiär. Es ist immer
wieder verwunderlich,
wie sich das Auge bei der Einschätzung der
Befahrbarkeit täuschen lässt.
Schöner
Sand, schöne Fahrt, aber plötzlich wird’s weich...
es folgt
ein Wunderschöner Abstieg